5730
"An einem anderen Ort" - Leben und Werk von Felix Nussbaum
 
Hans Thomas Carstensen

Termin:
Do.,21.11., 19:00

Stadtgalerie im ELBEFORUM, Von-Humboldt-Platz 5, Brunsbüttel

Gebühr: 7,50 €
VHS-Mitgl. 7,50 €
Felix Nussbaum (1904 - 1944) ist Anfang der 1930er-Jahre der aufsteigende Stern am deutschen Kunsthimmel. "Der wird mal beinah so jut wie ick selber", so lobte sogar der kritische Max Liebermann den jungen Maler aus Osnabrück, dessen Bilder eine geheimnisvolle Aura verströmen. Doch die hoffnungsvolle Künstlerkarriere findet durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten ein jähes Ende. Ab 1933 ist Nussbaum auf der Flucht. Seine Odyssee führt ihn durch halb Europa, bis er in Brüssel sesshaft wird. Nach der deutschen Besetzung Belgiens lebt er mit seiner Frau, der Malerin Felka Platek, versteckt im Untergrund - bis das Ehepaar 1944 verraten, nach Auschwitz deportiert und ermordet wird.
Doch bis dahin hat Felix Nussbaum in seinem Versteck ein eindrucksvolles Werk geschaffen: unzählige Bilder, die von seiner Angst aber auch von seiner trotzigen Selbstbehauptung berichten und die heute zum großen deutschen Kulturerbe gehören.

Durchführungsgarantie!
5731
Kleine Kunstgeschichte des Expressionismus
 
Dr. Henning Repetzky

Termin:
Do.,19.09., 15:00

Stadtgalerie im ELBEFORUM, Von-Humboldt-Platz 5, Brunsbüttel

Gebühr: 10,00 €
VHS-Mitgl. 10,00 €
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts treten expressionistische Tendenzen in Malerei und Grafik zum Beispiel bei Paul Gauguin (1848-1903), Ferdinand Hodler (1853-1918), James Ensor (1860-1943) oder Edvard Munch (1863-1944) in Erscheinung. Anfang des 20. Jahrhundert entwickelt sich zunächst mit dem Fauvismus in Frankreich eine Richtung, in der die Farbgebung nicht mehr ausschließlich einer illusionistischen Darstellung dienen soll. Für die Künstler Henri Matisse (1869-1954), André Derain (1880-1954) und Maurice de Vlaminck (1876-1958) ist vielmehr der Zusammenklang der Farbflächen in vornehmlich leuchtendem Kolorit von besonderer Bedeutung. Als Wegbereiter des Expressionismus im deutschsprachigen Raum betreten Erich Heckel 1883-1970), Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) und Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) die Bühne, die sich alsbald mit weiteren Künstlern zur Künstlergruppe "Die Brücke" zusammenschließen. Aber auch in Süddeutschland entstehen expressionistische Künstlerzusammenschlüsse. So entwickelt sich zum Beispiel im Salon der russischen Malerin Marianne von Werefkin (1860-1938) die Idee zur Neuen Künstlervereinigung München, aus der Der Blaue Reiter hervorgeht. Während die bildende Kunst nach dem Ersten Weltkrieg neue Wege geht, entwickelt sich mit der expressionistischen Architektur eine spezielle Form des modernen Bauens. Angeregt durch die Ideen des von Bruno Taut initiierten expressionistischen Arbeitskreises "Die Gläserne Kette", finden unter anderem Architekten wie Erich Mendelsohn (1887-1953) und Fritz Höger (1877-1949) zu expressiver Gestaltung.

Durchführungsgarantie! Die Vorträge finden an folgenden Tagen statt: Donnerstag, 19.9.19, 24.10.19 und 7.11.19. Die Vorträge können auch einzeln besucht werden. Je Vortrag 10,- Euro. Alle Vorträge zusammen: 25,- Euro.

© wescomtec webdesign